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Wichtige Meldung zur Kläranlage Waginger See

Unbekannter schüttet Milch oder Fettstoffe in Kanalisation

Auf der Kläranlage Waginger See kommt es seit Anfang August zu extremen Abwasserbehandlungsschwierigkeiten, verursacht durch das Einleiten großer Mengen an Milch oder Fettstoffen. Milch und Fettstoffe im Abwasser führen zu einer erheblichen organischen Belastung der Kläranlage. Vor allem die Flüssigkeit Milch hat eine sauerstoffzehrende Wirkung, wodurch die Bakterienkultur in der Kläranlage geschädigt wird. Die Reinigungsleistung sinkt dadurch dramatisch ab. Das kann zum kompletten Ausfall der Kläranlage führen und im Fluss oder Bach ein Fischsterben verursachen. Die Gemeindewerke Waging am See haben bereits ein akkreditiertes Labor eingeschaltet und lassen die Schmutzfrachten täglich untersuchen, um Rückschlüsse auf den Verursacher zu gewinnen. Auch das Kanalnetz wird täglich durch den Einsatz mobiler Probenehmer umfangreich geprüft und Abwasserproben entnommen. Im Rahmen dieser aufwendigen Untersuchungen, kann durchaus der Verursacher einer solchen Einleitung von Störstoffen zurückverfolgt werden. Landwirte oder auch andere Betriebe, die ihre Milch oder Fettstoffe verbotenerweise und vermutlich unwissentlich in die Kanalisation schütten, drohen neben einer Strafanzeige auch hohe Schadensersatzansprüche. Milch, die nicht ausgeliefert wird, gehört in die Güllegrube oder muss in dafür zugelassene Biogasanlagen abgefahren werden. Ebenso handelt es sich bei der Entsorgung von Fettstoffen um Abfall und gehört nicht ins Abwasser. Speisefette und -öle sowie entsprechende Inhalte von Fettabscheidern unterliegen den Regelungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und sind als Abfall einzustufen. Sollten Sie Probleme mit der Entsorgung von Milch und Fettstoffen haben, stehen Ihnen die Gemeindewerke Waging a. See gerne beratend zur Seite und können Hilfestellung bei der ordnungsgemäßen Beseitigung dieser Schmutzfrachten geben.

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