Abwasser

Ansprechpartner

Patricia Hund

Werkleitung
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Martin Schüller

Sachbearbeiter kaufmännisches Stromnetz und Herstellungsbeitragswesen
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Stephanie Frank

Finanzbuchhaltung
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Pia Huber

Interne Verwaltung / Projektunterstützung
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Sabrina Huber

Interne Verwaltung / Projektunterstützung
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Christiane Huber

Bautechnik, GIS - Vermessung - Planauskunft
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Franz Fenninger

Bautechnik, Tiefbau - Vermessung - Kanal
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Klaus Gschwendner

Technik - Stromversorgung
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Thomas Huber

Technik Wasserversorgung und Wärmeversorgung
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Johann Singhammer

Betriebsleiter Kläranlage
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Ihre Ansprechpartner

Kläranlage

Um den Schlamm auch über größere Entfernungen wirtschaftlich transportieren zu können, ist eine weitere Schlammentwässerung notwendig. Sie erfolgt mittels einer Entwässerungszentrifuge. Sie trennt mit Hilfe der Fliehkraft in kurzer Zeit das Wasser vom Schlamm. Um die Entwässerungseigenschaften zu verbessern, müssen synthetische Flockungsmittel zugegeben werden. Die Dosierstation befindet sich ebenfalls im Schlammgebäude.

 

Der entwässerte Schlamm gelangt über mehrere Förderschnecken in den überdachten Schlammlagerplatz, von wo aus er dort in bereitstehende Container gefördert wird.

 

Entwässerungszentrifuge:

  • seit Frühjahr 2015 in Betrieb
  • der entwässerte Schlamm wird mithilfe von 3 Förderschnecken in die Schlammlagerhalle gefördert

 

 

Die seit der Inbetriebnahme der Kläranlage Waginger See im Jahre 1995 eingesetzte Zentrifugen – Technik war mittlerweile in die Jahre gekommen, weshalb eine Veränderung im Bereich der Schlammeindickung erforderlich war. Aufgrund eines im Wirtschaftsjahr 2015 eingeführten Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001, entschloss man sich schlussendlich für eine energieeffiziente Lösung, dem Scheibeneindicker von der Fa. Huber.

Hierbei handelt es sich um eine langsam rotierende und etwas geneigte Lochscheibe, welche mit einem Siebgewebe bespannt ist. Geflockter Schlamm wird durch ein Leitblech gleichmäßig über den Radius verteilt. Im unteren Bereich der Scheibe staut sich Schlammwasser auf, sodass ein geringer hydrostatischer Druck entsteht, der den Abfluss des Schlammwassers steigert. Während der Aufwärtsbewegung schichten schwimmend gelagerte Schikanen den Schlamm schonend um, sodass freie Siebfläche für den ungehinderten Filtratabfluss geschaffen wird. Am Austrag schiebt ein gekrümmter Abstreifer den eingedickten Schlamm von der Scheibe. Zwischen Austrag und Aufnahme wird das Siebgewebe von unten abgespritzt, sodass anhaftende Feststoffe in den Schlamm zurückgepült werden und nicht ins Filtrat gelangen.

 

Scheibeneindicker:

  • in Betrieb seit September 2015
  • Eindickung von Primär- und Überschussschlamm möglich
  • Eindickung erfolgt vollautomatisch nach dem TS – Gehalt des jeweiligen Schlammes

 

Ziel:

  • Optimierung der Faulraumkapazität
  • Erhöhung der Gasausbeute
  • Verbesserung des Schlammhandlings

 

Austrag:

  • Überschussschlamm: TS – Gehalt von 0,6% auf > 6 %
  • Primärschlamm: TS – Gehalt von 1,8 % auf > 8%

 

Das anfallende Faulgas kann entweder durch zwei Gasmotoren (BHKW) verstromt oder zur Befeuerung der Heizung verwendet werden.

Dafür ist es notwendig das Gas zu behandeln, da es nicht als reines Methangas anfällt.

Im Gasmeßraum sind Filter zur Entwässerung und Feinfilterung des Gases sowie alle Einrichtungen zur Gasmengenmessung untergebracht. Neben dem Faulbehälter steht der Entschwefelungsturm, der dem Faulgas den Schwefel entzieht.

Das Gas fällt nicht gleichmäßig über 24 Stunden an und es wird noch weniger gleichmäßig bei der Verwertung gebraucht. Anfall und Verbrauch werden durch einen Niederdruckgasbehälter ausgeglichen.

Im Normalfall soll das Gas durch die beiden Gasmotoren verstromt werden. Der Wärmebedarf zur Heizung des Faulturmes läßt sich in der Regel weitgehend mit der zurückgewonnenen Abwärme decken. Das anfallende Gas kann ebenfalls direkt über einen Gasheizkessel zur Heizung der Gebäude genutzt werden.

Die bestehende Gasfackel wird nur im Notfall eingesetzt.

 

Gasspeicher:

  • Speichervolumen: 500 m³
  • Die neben dem Gasspeicher befindliche Gasfackel dient als Schutzeinrichtung und verbrennt überschüssiges Gas, sofern es nicht durch die BHKW´s, sowie der Gasheizung verbraucht werden kann.

 

 

Im Faulturm werden der Primär- und Überschussschlamm stabilisiert, d. h. höhermolekulare, energiereiche, instabile organische Verbindungen, die ästhetische und hygienische Missstände ergeben, werden in niedermolekulare, energiearme, stabile Form überführt.

Die wesentlichen Betriebsabläufe im Faulbehälter sind: Der Rohschlamm muss mittels eines Wärmetauschers auf eine Behältertemperatur von 33° C erwärmt und möglichst gut mit dem Faulschlamm vermischt werden.

Nur so kann der Faulprozess ungestört durch Temperaturdifferenzen und Konzentrationsunterschiede optimal ablaufen. Gleichzeitig ist die durch Abstrahlung verlorene Wärme des Faulschlammes wieder zu ersetzen, was durch ständiges Umpumpen des Faulschlammes im außen liegenden Wärmetauscher erreicht wird.

Die erforderliche gute Durchmischung im Faulbehälter selbst wird durch Umwälzung mit einem Faulschlamm-Mischer durchgeführt. Mit der intensiven Umwälzung wird auch eine gute Entgasung des Faulschlammes erreicht.

Die Ausbildung einer Schwimmschicht aus Leichtstoffen muss weitgehend verhindert werden. Sie würde die Entgasung des Faulschlammes behindern und bei starkem Anwachsen zudem den wirksamen Faulrauminhalt reduzieren. Die Zerstörung der Schwimmschlammdecke wird durch die Umwälzung und durch den Abzug der Schwimmstoffe erreicht.

Wird Rohschlamm zugeführt, so wird ausgefaulter Schlamm verdrängt und kann zur weiteren Behandlung abgezogen werden.

 

 

 

Der bei der Abwasserreinigung entstehende Klärschlamm wird in den Faulturm der Kläranlage gepumpt und erwärmt. Der im Faulturm stattfindende „Faulprozess“ führt zur einer deutlichen Verminderung und Umwandlung des Klärschlamms, der anschließend in der Landwirtschaft verwertet wird. Als Nebenprodukt dieses Faulprozesses fallen pro Jahr ca. 220.000 m³ Klärgas an, die mit Hilfe von Blockheizkraftwerken in Wärme und Strom umgewandelt werden. Im Mai 2004 wurde in der Kläranlage Waginger See das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) der Firma Kuntschar + Schlüter GmbH, Wolfhagen, mit einem hochwertigen MAN-Motor in Betrieb genommen. Das neue BHKW ersetzt damit eines der beiden bestehenden BHKW's, die seit dem Kläranlagenneubau 1995 im Einsatz sind und aufgrund der ca. 43.000 geleisteten Betriebsstunden sehr störanfällig geworden sind. Das andere der beiden bestehenden BHKW's wird zukünftig noch in Spitzenlastenzeiten mit hohem Klärgasanfall eingesetzt, um eine vollständige Verarbeitung des Klärgasses gewährleisten zu können. Das außer Betrieb genommene BHKW dient dabei als Ersatzteillager. Die Anschaffungskosten für das neue BHKW belaufen sich auf 68.700 €. Wirtschaftlichkeitsberechnungen des Ingenieurbüros Hopf aus Waging a. See hatten ergeben, dass die Anschaffung eines neuen BHKW's in jedem Fall zu befürworten ist. Das neue Aggregat mit einer elektrischen Leistung von 50 KW (Leistung thermisch 95 KW) wird sich durch die Kostenersparnis beim Strombezug bzw. bei den Heizkosten innerhalb von nicht ganz 7 Jahren amortisieren. Die mit dem BHKW erzeugte Wärme wird vor allem zur Förderung des Faulprozesses für die Erwärmung des Klärschlamms im Faulturm benötigt. Nachdem für die Zukunft mit steigenden Energiepreisen zu rechnen ist, wird sich die Wirtschaftlichkeit des Aggregats eher noch verbessern. Allerdings müsste auch unabhängig von der Wirtschaftlichkeit ein BHKW betrieben werden, weil eine Abfackelung des Klärgases aus heutiger Sicht umweltpolitisch nicht mehr zu vertreten wäre und der Markt Waging a. See dafür sicherlich auch keine Genehmigung bekommen würde.